Fächerahorn

Acer palmatum - Fächerahorn Bonsai

Eine besonders schöne Art des Ahorn Bonsai ist der Fächerahorn, oder auch Acer palmatum.
An sonnenexponierten, luftigen Stellen, Waldsäumen und in Mittelgebirgen kann man den Fächerahorn in seiner asiatischen Heimat in seiner natürlichen Umgebung entdecken. Die Blätter treiben sehr früh und können an ihren mit fünf lanzettlichen versehenden Lappen erkannt werden. Sie sind im Austrieb rötlich, später grün und im Herbst leuchtend orange bis rot gefärbt. Im Alter kann der lange, glatte Stamm eine dünne Borke entwickeln. In Japan wird der Acer palmatum bereits seit Jahrhunderten in der Garten- und Bonsai-Gestaltung verwendet.

Fächerahorn Bonsai Pflege:

Dem Fächerahorn solltest du als Bonsai einen halbschattigen bis schattigen, vorallem aber vor starkem Wind geschützten Platz geben. Zum gießen benutzt du  kalk- und salzarmes Wasser (am besten Regenwasser). Zu häufiges oder geringes gießen, zu starker Wind oder hohen Salzgehalt im Boden reagiert zeigt Fächerahorn mit braunen Blattspitzen an. Als Pflanzensubstrat hat sich ein Gemisch aus AKADAMA, Pikiererde, Lavasplitt und grobem Sand im Verhältnis 3:3:2:1 bewährt. Junge Pflanzen erhalten alle ein bis zwei Jahre eine frische Erde. Ältere Bäume kannst du natürlich auch seltener umpflanzen. Der Fächerahorn kann im Wurzelbereich bei Temperaturen von uter -5° C geschädigt werden und ist daher nur bedingt winterhart. Daher solltest du ihn ohne Schale an einer schattigen Stelle im Garten überwintern, wobei du die Wurzelballen in die Erde einsenkst oder auf dem Balkon in eine mit Torf und Sand gefüllte Kiste. Fallen die Temperaturen unter -5°C, deckst du den Bonsai zusätzlich mit Zweigen, Laub, Stroh oder Folie ab.

Fächerahorn Bonsai Gestaltung:

Bei der Gestaltung des Fächerahorns sind die meisten japanischen Stilarten denkbar. Sehr häufig wird die Frei Aufrechte Form, Mehrfachstämme oder der Doppelstamm verwendet.

Drahten:

Äste, die ein Jahr alt sind lassen sich drahten. Leider kannst du die sehr empfindliche Rinde beim drahten sehr leicht verletzen und dein Baum behält bleibende Narben. Auch an Druckstellen und dort, wo der Draht beginnt langsam einzuwachsen, entstehen oft Spuren, die lange sichtbar bleiben. Im oberen Kronenbereich ist das Dickenwachstum besonders stark, so dass Drähte, die im Frühjahr angelegt wurden, bereits im Mai schon zu eng werden. Ältere Äste sollte man daher mit Spanndrähten wieder in Form bringen.

Rückschnitt:

Beim Fächerahorn wachsen Schnittstellen am besten zu, wenn du im Frühjahr größere Äste mit dem ersten Austrieb entfernst. Pass aber auf! Schneidest du zu früh kann lang anhaltendes Bluten einsetzen. Junge Pflanzen, die noch in der Entwicklung sind, sollte man ab einem Zuwachs von 20-25cm zurückschneiden. Wie weit du dabei zurückschneidest, machst du vom Entwicklungsgrad des jeweiligen Astes und von seiner Stelle in der Krone abhängig. Pflanzen, die schon weiter entwickelt sind, kannst du vom ersten Austrieb an pinzieren. Dazu entfernst du mit einer Pinzette die Triebspitze, sobald sich das zweite bzw. dritte Blattpaar zu entwickeln beginnt. Dadurch entstehen kurze Blattabstände und feinere Äste.

[ Quelle:Bonsai: Die besten Arten für draußen und drinnen | Thumbnail: Flickr Steve Greaves ]

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One Response to “Fächerahorn”

  1. Marlo Vanderen says:

    Bonsais sind für mich auch nach Jahren immernoch faszinierend. Toller Artikel, tolles Blog.

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